Warum man auch mit Obst dick werden kann

Über versteckten Zucker habe ich vor Kurzem schon einmal geschrieben. Heute möchte ich mich speziell dem Fruchtzucker widmen.
Fruchtzucker kommt in der Natur in Obst, Gemüse und Honig vor, wird in der Lebensmitteltechnik jedoch meist aus Maisstärke gewonnen und hat denselben Kaloriengehalt wie der übliche, aus Zuckerrüben oder auch Zuckerrohr hergestellte Haushaltszucker. Er schmeckt jedoch deutlich süßer, sodass die Lebensmittelproduzenten mit geringeren Mengen dieser Substanz auskommen.

Fruchtzucker – ein beliebtes Produkt der Lebensmittelindustrie

Aus Gründen der Kostenersparnis und der Gewinnmaximierung ist Fruchtzucker deshalb auf den meisten Zutatenlisten industriell gefertigter Lebensmittel anzutreffen. Auf den Verpackungen von Eiscreme, Kuchen, Joghurts, Softdrinks, Senf und Ketchup versteckt sich Fruchtzucker meist unter der Bezeichnung „Fructose-Sirup“, „Glukose-Fructose-Sirup“ oder „Invertzucker“. Obwohl sich Fruchtzucker vom Namen her sehr gesund anhört, ist er das leider nicht. Im Gegenteil, diese Zuckerart steht in dem Verdacht, einer der Hauptverantwortlichen für die Fettleibigkeits-Epidemie in den Industrienationen zu sein.

 

Einfluss von Fruchtzucker auf den Insulinspiegel

Dies hat unterschiedliche Gründe: Zum einen steigt beim Konsum von Fruchtzucker der Insulinspiegel nicht an. Aus diesem Grund wurde die Fructose eine Zeit lang Diabetikern empfohlen, denn sie galt als „neutrales Lebensmittel“. Ein Anstieg des Insulins reguliert jedoch das Sättigungsgefühl. Für Konsumenten von Fruchtzucker besteht also die Gefahr, dass sie, obwohl sie viel essen, einfach nicht satt werden, da das natürliche Sättigungsgefühl nicht eintritt. Wenn kein Insulin ausgeschüttet wird, können die Hormone Leptin und Ghrelin nicht aktiviert werden, die normalerweise dem Gehirn signalisieren, dass es die Nahrungszufuhr stoppen soll.

Einfluss von Fruchtzucker auf den Fettstoffwechsel

Klinische Versuche haben außerdem gezeigt, dass Fruchtzucker auf eine Weise verstoffwechselt wird, die zur Erhöhung der Blutfettwerte bei Männern und bei beiden Geschlechtern zu Fettansammlung in einzelnen Organen, vor allem in der Leber führt. Fruchtzucker hat in dieser Hinsicht eine ähnliche Wirkung wie übermäßiger, langandauernder Alkoholkonsum, indem er eine Fettleber verursachen kann. Eine Fettleber erhöht das Risiko an Diabetes zu erkranken. Um das Ausmaß zu verdeutlichen: Ungefähr 25 % aller Erwachsenen in den westlichen Industriestaaten haben eine Fettleber, in den meisten Fällen verursacht durch Überernährung.

Fruchtzucker ist nicht gleich Fruchtzucker

Im Obst kommt Fruchtzucker natürlich auch vor, sonst wären die Früchte ja nicht süß. Aber es ist keine isolierte Fruktose, sondern kommt in Begleitung von Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen daher. Deshalb gefährdet es nicht so schnell die Bikinifigur. Durch die Ballaststoffe werden wir satt (anders als zum Beispiel beim Fruchtsaft) und die Vitamine und Mineralstoffe benötigen wir dringend, um gesund zu bleiben. Trotzdem kann auch vor allem mit Obst schnell zu viel Fruchtzucker aufgenommen werden und alle Bemühungen abzunehmen, scheitern.

Natürlich sieht das bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln noch viel schlimmer aus. Hier ist der Fruchtzucker-Anteil noch deutlich höher und zudem werden vor allem leere Kalorien konsumiert, also Kalorien, die keine für den Körper vorteilhaften Nährstoffe mit sich bringen und den Bauchfettanteil deutlich erhöhen können. Zum Vergleich: 100 g Ananas haben 2.4 g Fructose, 100 g getrockneter Pfirsich haben 7.4 g Fructose und in einer Dose Cola befinden sich ca. 17,5 g Fructose. Der Softdrink schneidet im Vergleich zum Obst also deutlich schlechter ab.

Darf man nun kein Obst mehr essen, wenn man eine Bikinifigur haben möchte?

Die Empfehlung, 5 Portionen Obst und Gemüse täglich zu verzehren, ist auf Grund der darin enthaltenen Inhaltsstoffe mehr als berechtigt. Oft wird aber vergessen dazu zu sagen, dass die größere Menge davon das Gemüse ausmachen sollte. Eigentlich müsste es also heißen: 5 Portionen Gemüse und Obst. Und wer abnehmen möchte, sollte das Verhältnis noch mehr zugunsten des Gemüses verschieben und vor allem abends auf süßes Obst verzichten.

Und vor allem: beim Einkaufen auf die Inhaltsstoffe achten und Produkte mit viel Fructose meiden. (Ein paar Tipps und kleine Helfer, mit denen man versteckten Zucker in Lebensmitteln besser findet, habe ich hier beschrieben.)

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Petra Kollert

About The Author

Warum betreibe ich diesen Blog? Vor einigen Jahren gab es in meiner Familie gesundheitliche Probleme. Da ich das Übel bei der Wurzel packen wollte, fing ich an, mich mit gesunder Ernährung zu beschäftigen. Ich erkannte sehr schnell, dass viele Wehwehchen durch falsche Ernährungsgewohnheiten hervorgerufen werden und wollte mehr zu diesem Thema wissen. Ich absolvierte eine Ausbildung zum Ernährungsberater und konnte nun vielen Menschen (und natürlich mir selbst) helfen, sich wohler in ihrer Haut zu fühlen. Problem Nummer 1 ist dabei (Sie ahnen es!) das leidige Thema Abnehmen. Vor allem die Frauen (mögen es mir die Männer verzeihen) mögen diese „Speckrolle“ am Bauch überhaupt nicht. Sie möchten auch im Bikini und hautenger Kleidung schlank und schick aussehen. Für alle, die dem Bauchfett den Kampf ansagen und gern eine Bikinifigur haben wollen, ohne sich krank zu hungern, informiere ich auf diesem Blog über neue Trends zu diesem Thema.

9 Comments

  1. Hallo Petra,
    Obst hat den großen Nachteil es hält nicht lange vor. Schmeckt aber lecker. Von Fertigprodukten halte ich nicht viel. Etwas selbst herzustellen (Marmelade, Apfelkompott, Tomatensauce usw.) macht mehr Spaß und ist gesünder.
    Grüsse Ulrike

    • Petra Kollert sagt:

      Hallo Ulrike,
      es ist immer besser, auf Fertigprodukte so weit wie möglich zu verzichten. Wenn man etwas selbst macht, weiß man wenigstens was drin ist!
      Es stimmt übrigens, dass Obst nicht lange satt macht. Kombiniere es am besten immer mit etwas Eiweißhaltigem (Joghurt, Quark, Milch etc.). Dann ist das eine richtige kleine Mahlzeit, die länger satt macht.
      Herzliche Grüße
      Petra

  2. Ursula Gerling sagt:

    Hallo Petra,
    ein sehr detailierter Artikel über den Fruchtzucker und er zeigt auch auf,dass sich die Natur sehr wohl was dabei gedacht hat, die Früchte mit Pflanzensekundärstoffen auszustatten,denn dann wird auch der darin enthaltene Zucker besser verstoffwechselt.
    LG
    Ursula

  3. Hallo Petra,

    gewusst wie,schon hat man als figurbewusster Mensch
    dank Deines sehr informativen Beitrages die entsprechende
    Alternative parat.
    Hervorragende Tips,
    vielen Dank.

    Herzliche Grüsse
    Heiner Kämpken

  4. Ute Liedigk sagt:

    Hallo Petra,
    ja die Industrie verkauft uns schon oft für dumm. Deinen Tipp viele selber zu machen kann ich nur bestätigen. So weiß man genau was drin ist!
    Bei mir ist die Trauben-Saison immer gefährlich – da nehm ich grundsätzlich zu, weil ich die Finger nicht davon lassen kann. Hmm, die sind so lecker, schlagen aber bei mir sofort an. Jetzt weiß ich ja warum!

    Danke für Deine tollen Tipps. Ich warte schon sehnsüchtig auf Deinen nächsten Beitrag.
    Liebe Grüße
    Ute

  5. Uwe Klein sagt:

    Danke für die Infos, das war mir bisher nicht so bewusst. Jetzt werde ich da auch mehr darauf achten. Hast Du noch mehr so gute Tipps auf Lager?
    Gruß
    Uwe

  6. Sabine sagt:

    Danke für den guten Hinweis. Hatte Früchte bisher immer für unbedenklich gehalten, aber da muss ich wohl keider umdenken.

  7. Silke Plaff sagt:

    Hallo,

    dass ich mit Früchten auch abnehmen kann, hätte ich jetzt nicht gedacht. Aber danke für die Infos.

    Lg

  8. Randolf sagt:

    Toller Artikel, vor allem wird betont das Fruchtzucker nicht unbedingt was schlechtes ist, sofern diese nicht isoliert sondern in Früchten konsumiert werden.

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